Funktionsweise der Osteopathie

Osteopathie ist ein medizinisches System, das sich zur Diagnose und Therapie der Hände bedient, manuelle Techniken einsetzt, darüber hinaus aber ein philosophisches Konzept besitzt, das das Individuum in seiner Ganzheit erfasst.
Osteopathie ist keine Glaubensfrage, sondern setzt die genaue Kenntnis der Anatomie, Physiologie und Biochemie des menschlichen Körpers vorraus.

Osteopathie ist ein in sich geschlossenes medizinisches System, welches ohne Medikamente und Instrumente auskommt. Für die Diagnose und Therapie werden die Hände eingesetzt, es kommen manuelle Gewebetechniken zur Anwendung.
Ein wichtiger philosophischer Grundsatz ist, dass immer die Ursachen und nicht die Symptome behandelt werden.












Die osteopathische Sichtweise:
1. Der Mensch wurde als Einheit geschaffen. Der Geist, der Körper und die Seele stehen in ständiger dynamischer Wechselbeziehung und funktionieren als integrale Einheit.
3. Struktur und Funktion sind voneinander abhängig. Die Anatomie des Körpers (Struktur) steht immer mit der Physiologie des Körpers (Funktion) in Verbindung.
4. Der Behandlungsansatz ist ganzheitlich und versucht über die manuelle Therapie an der Struktur die Funktion zu verbessern.

In der Osteopathie unterscheidet man aus didaktischen Gründen drei Systeme, die bei der Diagnose und Behandlung aber immer zu einem Ganzen zusammenfließen:

Parietales System:
Dieser Teil der Osteopathie beschäftigt sich mit Muskeln, Knochen und Gelenken, also mit dem Bewegungsapparat. Dieser Teil ist der älteste der Osteopathie und am ehesten mit der "Manuellen Medizin" wie z.B. der Chiropraxis vergleichbar.
Viszerales System:
In diesem System geht es um die Behandlung von inneren Organen. Dabei wird die Beweglichkeit der Organe zueinander und das sie einhüllende oder stützende Muskel- und Bindegewebe behandelt.
Kraniosakrales System:
Die kraniosakrale Osteopathie beschäftigt sich u.a. mit dem Kopf und dem Nervensystem des Menschen.